
Helmut Zierl, geboren am 6. Oktober 1954, verließ mit 17 Jahren das Gymnasium, um am Hamburgischen Schauspielstudio Hiltburg Frese zum Schauspieler ausgebildet zu werden. Im Anschluss daran sammelte er sieben Jahre lang Bühnenerfahrung - drei Jahre an der Landesbühne Hannover und vier Jahre am Thalia-Theater in Hamburg.Er arbeitete mit Regisseuren wie Beauvais, Nölte, Wedel, Emmerich, Kirst, Korn und Paryla zusammen.
Zur gleichen Zeit kamen erste Fernsehrollen auf Helmut Zierl zu. Seit 1982 arbeitet er freiberuflich und drehte seitdem über 300 Fersehfilme und zwei Kinofilme. Er war Protagonist in Fernsehserien wie "Florida Lady", "Max Wolkenstein" und "Ein Mann steht seine Frau". Er spielte in Literaturverfilmungen wie "Heimatmuseum" (Siegfried Lenz), "Am Südhang"(von Keyserling) und "Ein Kapitel für sich" (Kempowski). Helmut Zierl war in unzähligen Liebhaberrollen zu sehen, achtete aber auch immer darauf, Charakterrollen nicht zu vernachlässigen wie in "Rotlicht", "Amok", "Von Arzt zu Arzt" und vielen Tatort-Folgen. In vielen Erfolgsserien übernahm er Episodenhauptrollen.
Zum Theater zog es Helmut Zierl erst im Jahr 2005 wieder zurück. Er spielte an den Hamburger Kammerspielen den "Besseren Herren" im gleichnamigen Stück und sorgte mit Dieter Wedel gemeinsam für ständig ausverkaufte Vorstellungen. Im Winter wird er erstmals mit dem Stück "Die Wahrheit" von Daniel Zeller auf Tournee gehen und im kommenden Jahr am Winterhuder Fährhaus in Hamburg in dem Stück "Gut gegen Nordwind" von Daniel Glattauer zu sehen sein.
Bei den Zwingerfestspielen ist Helmut Zierl in der Rolle des unglückseligen Grafen Hoym zum ersten Mal auf einer Dresdner Theaterbühne zu erleben.