
Der 1965 in Dresden geborene Tom Quaas ist Zimmermann, Schauspieler und Regisseur und lebt auf Schloss Batzdorf bei Dresden.
Die Anfrage von Regisseur Dieter Wedel hat den Schauspieler sehr erfreut und geehrt. Als er zum Casting nach Berlin fuhr, wünschte er sich noch, die Rolle des Hofnarren Fröhlich zu bekommen. Hat er sich doch mit seinem Theaterzirkus „Faust ohne Worte", einer faszinierenden Mischung von Pantomime, Clownerie, Tanz und Gesang, gerade erst einen Lebenstraum erfüllt. Doch Dieter Wedel sah den facettenreichen Schauspieler in einer ernsteren Rolle.
Nach dem Schauspielstudium in Berlin ging er zunächst an das Theater der Jungen Generation und wechselte zwei Jahre später zum Staatsschauspiel Dresden. Rollen, wie Peer Gynt, Clavigo, Gyges und Mauler in „Die heilige Johanna der Schlachthöfe“ prägten ihn.
Er war am Deutschen Theater Berlin engagiert und spielte Rollen wie das Kind in „Kind unserer Zeit“ von Horvath, Paul Werner in „Minna von Barnhelm“ von Lessing und Domingo in „Don Carlos“ von Schiller.
Nach seiner Rückkehr an das Staatsschauspiel Dresden spielte er Holofernes in „Judith“ von Hebbel, Stanley in „Endstation Sehnsucht“ von Williams und Lövborg in „Hedda Gabler“ von Ibsen.
Er inszenierte die Schauspiele „Die Nacht der Tribaden“ von Enquist, den „Urfaust“ von Goethe und „Die Herbstsonate“ von Ingmar Bergman am Societaetstheater in Dresden, die Uraufführung der Oper „Bracke“ an der Neuköllner Oper in Berlin, „Don Juan“ nach Moliere zu den Festspielen auf Schloss Batzdorf und spielte in dem Film „Heimat 3“ von Edgar Reiz einen Ost- Zimmermann.
Seit 2004 ist er freischaffend und spielte Karl Moor in „Die Räuber“ von Schiller und den Pater Lorenzo in „Romeo und Julia“ von Shakespeare in Dresden, die Rolle des Mackie Messers in Dresden, Hannover und Berlin (Maxim Gorki) und zwei Soloabende (Brecht und Kreisler) in mehreren Städten Deutschlands und regelmäßig am Theaterkahn in Dresden.
Von 2006 bis 2007 studierte Tom Quaas Clownerie in Frankreich und gründete danach die Theaterzirkus Dresden gGmbH, dessen erste Inszenierung „Faust ohne Worte“ 2009 ein voller Erfolg wurde.
Aktuell spielt er am Staatsschauspiel Dresden u.a. den Holzapfel in „Viel Lärm um nichts“, den General Harras in „Des Teufels General“ von Zuckmayer und Trigorin in „Die Möwe“ von Tschechow.